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Geschichte

Historischer Hintergrund

Im 1. Jahrhundert v. Chr. wurde die als „Helvetia“ bekannte Region für die Römer interessant. Die Bauten von Avenches bei Bern und Augusta Raulica (Augst) bei Basel gehen auf diese Zeit zurück. Das Ende des Römischen Reiches öffnete die Tür für die germanische Einwanderung. Burgunder, Alemannen, Franken und Langobarden besiedelten das heutige helvetische Gebiet bis 800 n. Chr., als Karl der Grosse es seiner Herrschaft unterstellte.

Ab etwa 600 n. Chr., als die helvetische Bevölkerung zum Christentum übertrat, liessen sich irische Mönche in der Region nieder, was zur Gründung zahlreicher Klöster führte (St. Gallen, Disentis, Luzern, Einsiedeln). Ende des 9. Jahrhunderts ermöglichte die Zersplitterung des Reiches Karls des Grossen mehreren lokalen Dynastien (Zähringer, Savoyer, Habsburger), sich in der helvetischen Region zu etablieren. Auf die wiederholten Versuche der Habsburger, den Zugang zum Gotthard zu kontrollieren, reagierten die Bewohner von Uri, Schwyz und Unterwalden, indem sie 1273 eine auf dem Prinzip der gemeinsamen Verteidigung basierende Föderation gründeten (Pakt vom „Grütli“), aus der die erste Keimzelle der helvetischen Nation hervorging.

Der Beginn der Neutralität manifestierte sich während des Dreissigjährigen Krieges (1618-1648), nach dem die Schweizer Bevölkerung nicht mehr an europäischen Konflikten beteiligt war. Im Westfälischen Frieden wurde der Status der Schweiz anerkannt und sogar die formellen Bindungen, die sie noch an das alte Reichssystem gebunden hatten, wurden aufgehoben.

Nach der Besetzung der Schweiz durch französische Truppen im Jahr 1798 und dem Wiener Kongress 1815 wurde die Schweiz in eine Eidgenossenschaft mit 22 Kantonen umgewandelt.

Das Aufkommen des liberalen städtischen Bürgertums zum Nachteil der konservativen ländlichen Gebiete der Zentralschweiz führte 1848 zur Annahme einer neuen Verfassung, deren Grundsätze grösstenteils noch heute gültig sind.

Die Revision der Verfassung von 1848, die durch die allmähliche Durchsetzung radikaldemokratischer Strömungen begünstigt wurde, führte zum neuen Text von 1874, der die Einführung des Systems der „direkten Demokratie“ mittels des bestätigenden Volksreferendums sanktionierte, das noch heute ein charakteristisches Merkmal des politischen Systems der Schweiz ist. Um den Willen von Minderheiten bei wichtigen Entscheidungen zu schützen, wurde ausserdem das Erfordernis einer doppelten Mehrheit, d. h. einer Volks- und einer Kantonsmehrheit, festgeschrieben.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat die Schweiz ihr politisches und institutionelles System weiter gefestigt, das auf den beiden Grundprinzipien der Neutralität und der direkten Demokratie beruht. Nachdem die Schweiz den Ersten Weltkrieg unbeschadet überstanden hatte, stärkte sie ihr internationales Ansehen, so dass sie zum Sitz der wichtigsten internationalen Konventionen und des damaligen Völkerbundes wurde. Am Ende des Zweiten Weltkriegs konnte Bern dank der Aufrechterhaltung der Neutralität einen festen Platz unter den industriell fortschrittlichsten Ländern einnehmen und eine führende Rolle im internationalen Finanzsystem spielen. Heute ist die Schweiz Mitglied der UNO und setzt ihren Dialog mit der Europäischen Union fort, ohne jedoch eine Mitgliedschaft in Betracht zu ziehen.

Geschichte der Schweiz